Ist Honig gesund oder ungesund? Der Faktencheck!

Honig gesund oder ungesund?

Sie wollen wissen, ob Honig jetzt gesund oder ungesund ist? 

Dann sind Sie hier genau richtig. In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen warum viele Menschen den Honig gleich ungesund einschätzen wie den raffinierten Industriezucker.

Andersrum sehen ihn viele Menschen als wahres Heilmittel. Wie bei allen Lebensmittel muss man hier differenzieren, denn nicht jeder Honig ist gesund. 

Ob Honig gesund ist oder nicht, werden Sie am Ende des Beitrags verstehen. Außerdem werden Sie mehr über Honig wissen, als 98% der Menschen da draußen.

Die Geschichte vom Honig

Schon in der Steinzeit war der Honig sehr beliebt, das beweist uns eine Felsmalerei, indem eine Frau mit einem Seil in die Höhe klettert, um ein Bienennest auszuheben. 

Biene auf BlumeDas heißt: Honig gilt schon lange als Nahrungsmittel und wurde im alten Ägypten schon als Heilmittel angewandt. Er wurde auch zu religiösen Festen als Honigopfer für die Götter eingesetzt. 

Honig war ein sehr teures Luxusgut und so wertvoll, dass er wirklich nur zu besonderen Anlässen verwendet wurde. 

Der Honig wurde zum Beispiel für verletzte und kranken Körperstellen oder als Arznei gegen vieler Arten von Erkrankungen verwendet:

  • Erkältungen
  • Halsschmerzen
  • Salben und Wundverbänden
  • Magen-Darm-Entzündungen
  • Pilzinfektionen
  • gegen Husten.

Diese Eigenschaft verdankt der Honig im Wesentlichen seiner antibakteriellen und antioxidativen Eigenschaft.

Daher ist sicher, das Heilen mit Bienenprodukten hat also schon lange Tradition in der Geschichte der Menschheit.

Wussten Sie, dass ….

1. Honigbienen auch in Europa schon über 20 Millionen Jahren eine große Vielfalt aufweisen?

2. ein Wandbild aus dem 7. Jahrtausend vor Christus aufzeigt, dass schon damals Bienen und Wachs verwendet wurden?

3. Honig bis ins späte Mittelalter das einzige Süßungsmittel war?

4. ein Bienenvolk aus 10 000 – 60 000 Bienen besteht?

5. Bienen für die Erzeugung von 1kg Honig etwa 6 Millionen Einzelkleeblüten anfliegen müssen?

6. im alten Ägypten die Biene in Tonröhren als Haustier gehalten wurde?

7. die Bienenkönigin doppelt so schwer ist, wie die anderen weiblichen Bienen, aber es nicht genetisch bedingt ist? Denn die Larven aus denen Königen kommen werden mit einer besonderen Nahrung gefüttert. Es nennt sich Gelee Royale. 

8. der japanische Forscher Masaki Kamakura herausgefunden hat, dass nicht der Zucker die Bienenkönigin so groß werden lässt, sondern andere Inhaltsstoffe, die im Gelee Royale vorhanden sind und diese nach 30 Tagen im Futtersaft abgebaut wurden?

Was hat sich verändert?

Die alten Ägypter mussten sich wenig Gedanken über folgende Fragen machen:

  1. Wo stehen die Bienenkästen?
  2. Welche Art von Bienenkästen werden verwendet?
  3. Wie werden sie behandelt?
  4. Wie werden sie gefüttert?
  5. Ist der Wabenbau natürlich?
  6. Welche Felder fliegen die Bienen an?
  7. Wie wird der Honig verarbeitet?
  8. Wie hoch wird der Honig erhitzt?
  9. Werden Medikamente eingesetzt? 

Die Natur verstehen und danach leben erschafft pure Lebensqualität.

diplomierter ernährungsberater
Angermann Thomas
Inhaber

Auch heute noch werden zahlreiche wissenschaftliche Studien durchgeführt, um die heilende Eigenschaften des Honigs zu beweisen.

Allerdings sind die Studien sehr widersprüchlich, denn nicht jeder Honig ist gesund.

Honig besteht zu 70-80 % aus Zucker, ca. 17-20 % aus Wasser und 5-7 % aus Vitaminen, Mineralien, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe.

Würde man den enthaltene Zucker isolieren oder den Honig stark erhitzen, dann ist er „fast“ genauso schädlich für unsere Zähne und Gesundheit als der normale Haushaltszucker.

Dennoch werden Sie gleich erfahren, warum mancher Honig auch heute noch gesund sein kann.

Wichtig ist: wie viele gute Inhaltsstoffe vorhanden sind und ob sie dann auch erhalten geblieben sind.

Honig Inhaltsstoffe

Je nach Honigsorten und Qualität können die folgenden Inhaltsstoffe variieren.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf eine Gesamtmenge von 100 Gramm.

1.Nährwerte

Nährwerte Honig

2.Vitamine

Vitamine Honig

3.Mineralien

Honig Mineralien

4.Zusammensetzung & Zuckergehalt

  • 38 Prozent Fructose
  • 31 Prozent Glucose
  • 10 Prozent Mehrfachzucker
  • 17 Prozent Wasser
  • je nach Sorte bis zu 4 Prozent Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe
  • eventuell chemische Rückstände wie zum Beispiel Glyphosat.

Die Punkte Vitamine, Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe sind sehr wichtig, weil unser Stoffwechsel, das heißt alle Arbeitsvorgänge im Körper, nur mit diesen Inhaltsstoffen funktionieren kann. Stellen Sie sich ein großes Musik Orchester vor, wo 4 Prozent beschissen spielen, weil sie am Vortag Saufen waren. 

Das ganze Orchester gerät außer Kontrolle und es harmoniert nicht mehr. Genau dasselbe passiert mit unserem Körper, wenn wir ihm nur ein paar Bausteine zum Arbeiten geben und den Rest vernachlässigen.

Leider gehen in unseren Nahrungsmitteln durch schlechte Qualität der landwirtschaftlichen Böden und weiteren Verarbeitungsschritten schon viele wichtige Inhaltsstoffe die wir benötigen, verloren.

Sie müssen wissen, dass viele der wichtigen Inhaltsstoffe bei der Herstellung von Billighonig fast nicht mehr bis gar nicht existieren. 

Meist wird dem Körper dann nur noch der isolierte Zucker zugeführt und dieser Zucker nimmt uns sogar noch Nährstoffe, weil er für die Verstoffwechselung Nährstoffe braucht. 

Deshalb müssen wir versuchen den Zucker im Verbund mit anderen Nährstoffen aufzunehmen. 

That´s it. 

  • Vitamine
  • Mineralien
  • Enzyme
  • sekundäre Pflanzenstoffe
  • (keine) chemische Rückstände.

Diese Punkte sind ausschlaggebend! Sie machen den Unterschied aus, ob ein Honig eine gute Qualität hat oder nicht.

Herstellung

BieneDer Honig wird aus dem Nektar von Blüten oder Honigtau erzeugt.

Anschließend wird der Honig als Nahrungsreserve für den Bienenstamm erzeugt. 

Anders als Wespen und Hummeln, bei denen nur die Königin den Winter überlebt, versuchen Bienen, den ganzen Stamm am Leben zu erhalten.

Wenn das funktionieren soll, müssen sie auch bei Außentemperaturen von -20°C so viel Wärme erzeugen, dass sie im Bienenstock die erforderliche Mindesttemperatur von 30°C erhalten können.

Dafür ist natürlich sehr viel Energie notwendig, den die Bienen über ihre Honigvorräte decken können.

In Mitteleuropa benötigt ein Bienenvolk etwa 25 kg Honig für die Überwinterung. Für die Sommermonate benötigen sie natürlich sehr viel weniger.

Ermittelt man nun den ganzjährigen Honigbedarf der Bienen, den sie für das Überleben brauchen und zieht man diesen dann vom gesamt gesammelten Honig (weit über 100kg) ab, dann bleiben dem Imker trotzdem noch einige Kilogramm Honig, den er verkaufen kann.

BienenstockFür die Massenproduktion wäre das aber natürlich viel zu wenig, weil man maximalen Profit anstrebt. So wird den Bienen der meiste Honig genommen und sie werden stattdessen einfach mit Zuckerwasser gefüttert.

Ich sage nur „Du bist, was du isst“ und das trifft nicht nur auf uns Menschen zu, sondern auch auf jede Art von Tieren.

Somit wird den Bienen schon die Mineralzufuhr entzogen und beeinträchtigt in Folge die Qualität vom Honig.

Wenn die Natur für die Bienen Honig als Nahrung vorgesehen hat und diese Millionen von Jahre überlebt haben, sollten wir dies so belassen.  Auch, wenn wir Menschen gerne etwas gierig sind.

Gier frisst Hirn, so ganz nebenbei.

Unterschiede Anbauvarianten

Zwischen den verschiedenen Anbauvarianten konventionell, Bio und Demeter sind große Unterschiede, die auch Einfluss auf die Inhaltsstoffe haben und darüber entscheiden, ob der Honig gesund oder ungesund ist.

Je nach zertifizierten Label gibt es unterschiedlich strenge Auflagen, an die sich die jeweiligen Imker halten müssen. 

Wie überall kann es auch hier schwarze Schafe geben, die sich leider nicht an die selbst auferlegten Vorschriften halten. 

Hier finden Sie eine kurze Zusammenfassung der Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbauvarianten. 

1.Konventionell

1) In der konventionellen Imkerei gibt es nur wenige gesetzliche Verordnungen und werden meines Wissens auch nur selten kontrolliert.

2) Bei den Bienenstöcken gibt es keine Regelung. Können auch Plastikgehäuse mit schädlichen Farben sein.

3) Künstliche Befruchtung der Königin erlaubt

4) Chemische Bienenarzneimittel erlaubt

5) Das Flügelstutzen der Königin ist erlaubt. (So verhindert man den natürlichen Schwarmtrieb)

6) Erwärmung des Honigs erlaubt

7) Fütterung von Zuckersirup erlaubt

8) Bei der Aufstellung der Bienenkästen gibt es keine Regelung

 

Anmerkung: Es gibt natürlich auch Imker ohne zertifizierten Label, die einen hochwertigen Honig produzieren, weil sie sauber arbeiten!

2.Bio

1) Beschneiden der Flügel der Königin ist verboten

2) Verwendung chemischer Medikamente und Pestiziden ist verboten

3) Haltung der Bienen ausschließlich in Bienenkästen, die aus natürlichen Rohstoffen wie Holz, Lehm und Stroh bestehen. Anstriche nur von außen und mit schadstofffreien Farben und ohne Pestizide.

4) Wahl geeigneter Standorte, d.h. im Umkreis von drei Kilometern besteht die Bienenweide im Wesentlichen aus Pflanzen des ökologischen Anbaus und/oder Wildpflanzen. Schadstoff ausstoßende Industrien, Autobahnen oder Müllverbrennungsanlagen im Umkreis sind verboten.

5) Winterfutter möglichst in Form von eigenem Honig und Pollen, nur in Ausnahmefällen darf Bio-Zuckersirup verwendet werden.

6) Erwärmung des Honigs bis 40°C erlaubt. 

3.Demeter

1) Wesensgemäße Bienenhaltung (NATÜRLICH, NATÜRLICH) 

2) Einsatz von Heilmitteln, die auch natürlicher Bestandteil des Honigs sind

3) Schonende Honigbehandlung (Keine Erwärmung des Honigs)

4) Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten. 

5) Der Wabenbau ist natürlich

6) Vermehrung erfolgt wie in der Natur über den Schwarmtrieb

7) Flügelbeschneiden der Königin ist verboten

8) Bevorzugte Standorte der Bienen-Körbe sind biologisch-dynamisch bewirtschaftete Flächen.

 

Allerdings ist hier anzumerken, dass Bienen weit fliegen und somit natürlich auch andere Flächen angeflogen werden.

Fragwürdige Rückstände in Honig

Glyphosat und Gentechnik im Honig, wer will das schon?

Honig wäre eigentlich ein super Naturprodukt, aber leider findet man immer öfters Rückstände im Honig, welche hier eigentlich nichts verloren haben. Auch Bio Bienen fliegen natürlich nicht nur Bio Blümchen an.

Bienen fliegen bis zu 10km und das heißt auch in Bio Honig können solche Rückstände vorkommen. Allerdings hat Bio Honig und besonders Demeter Honig mehr Pflichten, welche der Qualität „meistens“ zu Gute kommen.

BienenkastenEs sei hier anzumerken, dass der Imker, welcher die Bienen in gesunder natürlicher Umgebung aufstellt, seine Bienen liebt und richtig versorgt mit Sicherheit einen sehr qualitativen hochwertigen Honig herstellt. Auch ohne, dass er irgendein zertifiziertes Label wie Bio hat.

Öko Test

Folgende Abschnitte habe ich aus dem ÖKO-TEST Jahrbuch 2018. Seite 27- 31

Leider hat das Labor nachgewiesen, dass in sehr vielen Honig Produkten entweder gentechnisch veränderte Pflanzenbestandteile oder auch Pestizide, Bienenarzneimittel und giftige Pflanzenstoffe enthalten sind. 

ÖKO-TEST rät den Verbrauchern: Honig aus EU-Ländern und aus nicht EU Ländern ist ökologischer Unsinn. Regionaler Honig ist immer zu bevorzugen. Er wurde nicht um die halbe Welt gefahren und dann zusammengemischt. Außerdem ist er gentechnikfrei.

Auch wenn Bio Honig nicht immer Pestizid frei ist, ist der kauf aufgrund der deutlich strengeren Vorschriften zu bevorzugen.

Honig ÖKO-Test

Woran erkennt man guten Honig?

Tipps:quick tips

  1. Erkundigen Sie sich wo der Honig herkommt und ob Sie der Ware vertrauen können. 
  2. Kaufen Sie den Honig regional, beim Imker Ihres Vertrauens, Bio oder noch besser Demeter zertifiziert. 
  3. Schnelltest für Zuhause: Geben Sie einen Tropfen vom Honig auf eine Glasblatte oder einer ähnlichen glatten Oberfläche. Wenn der Honig schnell außernanderfließt hat er keine gute Qualität und wurde vermutlich mit Wasser gestreckt. (Achtung der Test sagt nichts über sonstige Rückständige und Inhaltsstoffe im Honig aus)

Welche Honigsorten gibt es?

Je nach Standort, Witterung und Jahreszeit gibt es unterschiedliche Honigarten. Hier möchte ich Ihnen einige vorstellen:

Blütenhonig

Der Blütenhonig wird aus dem Blütennektar der Pflanzen gewonnen. Die Pflanzen blühen gleichzeitig oder kurz hintereinander. 

 

Er hat eine goldfarbene Farbe und zeichnet sich durch seinen milden Geschmack aus. Er ist als natürliches Heilmittel gegen Allergien sehr beliebt. 

Akazienhonig

In Deutschland wird der Akazienhonig eigentlich aus den Robinienwäldern gesammelt. 

Er besitzt einen hohen Anteil an Fruchtzucker und einen sehr niedrigen Glucose Gehalt.

Der Akazienhonig kann gut als Süßungsmittel in Getränken verwendet werden und wird bei Hustenreiz empfohlen.  

Kastanienhonig

Die Quelle sind die männlichen Blüten der Kastanie. Er ist sehr aromatisch, pollenreich und hellbraun. 

Er hat starke antibiotische Eigenschaften und wird als Mittel zur Blutreinigung empfohlen. 

Lindenhonig

Er gehört zu den aromatischsten Honigsorten und ist sehr beliebt. Seine Farbe ist gelb-grünlich. 

Er soll beruhigend, entspannend  und schlaffördernd wirken. 

Löwenzahnhonig

Wie der Name schon sagt, wird der Honig vom Löwenzahn hergestellt. 

Er ist hellgelb bis kräftig gelb und schmeckt hocharomatisch. 

 

Dieser Honig ist eine gute vegane Alternative, aber wenn man sich die Herstellungsmethode ansieht, kann man diesen Honig leider nicht empfehlen. 

Er wird hocherhitzt und  mit normalen Kristallzucker vollgestopft.

 

Ergibt meiner Meinung nur Sinn, wenn ich mich 100% vegan ernähren möchte. 

Waldhonig

Waldhonig stammt von der Tanne, Fichte, Eiche oder auch anderen Baumarten. 

Die Farbe geht von bernsteinfarben bis zu fast schwarz und schmeckt angenehm würzig-mild. 

Er kann bei Erkältungen, Nervosität und Bronchitis verwendet werden. 

Häufig gestellte Fragen

Ist Honig für kleine Kinder geeignet?

Für Kinder unter 1 Jahr kann der Honig gefährlich werden und deshalb sollte in diesem Zeitraum darauf verzichtet werden.

 

Grund dafür ist die Darmflora vom Baby. Diese ist noch nicht soweit entwickelt, dass sie mit gewissen Keimen, welche im Honig vorkommen können, umgehen kann.

 

Im schlimmsten Fall kann es unerkannt und unbehandelt zu Atemprobleme kommen und bis zum Tod führen.

 

Bei Erwachsene und Kindern über einem Jahr ist der Honig unbedenklich.

Wieviel Honig ist gesund?

Honig besteht zu 70-80% aus Zucker und sollte daher auch in Maßen genossen werden.

 

Der enthaltene Zucker kann ein schneller Energiekick sein, aber zu viel ist zu viel.

 

Wie viel genau jetzt ungesund ist, kann man nicht sagen, denn es kommt wie Sie jetzt ja wissen auch auf die Qualität an. Es sollte alles im natürlichen Gleichgewicht sein, dann sind Sie auf der Gewinner Straße. Ausgewogenheit ist hier das Stichwort.

 

Ich persönlich habe gelernt einfach auf meinem Körper zu hören. Ich erhitze Honig nicht und wenn ich einmal ein Honigbrot verspeise, habe ich auch keine Lust auf ein zweites.

 

Bei Lust auf süßem kann man ganz einfach auf regionales, saisonales Obst ausweichen.

Was ist der HMF Wert?

HMF  (Hydroxymethylfurfural) ist ein Zucker, der für Honigbienen giftig ist. HMF ist „hoffentlich“ in einem Honig nur in sehr geringen Konzentrationen vorhanden.

 

Schlechte Lagerung und Erwärmung führt zu einem höheren Gehalt von HMF.

 

Der HMF Gehalt ist somit auch ein Qualitätsmerkmal des Honigs. Er gibt Auskunft über die Frische und wie unbehandelt der Honig ist. Es gilt je höher der Wert, umso höher die Schädigung.

 

Der gesetzliche Grenzwert für HMF im Honig liegt bei 40 mg/kg. Bei der Fütterung der Bienen kann ein HMF Gehalt von 150 mg/kg ausreichen, um die Hälfte aller Bienen zu töten.

 

Bei Bio Honig ist es strenger und hier sind nur maximal 10 mg/kg erlaubt. Nach einem Telefonat mit einem Demeter zertifizierten Betrieb konnte das Unternehmen mir bestätigen, dass bei ihnen der Honig einen Wert nahe null hat und langsam über die Zeit ansteigt. Der Deutsche Imkerbund verlangt einen Wert von maximal 15 mg/kg.

 

Ein Gehalt von 40 mg/kg ist schon sehr hoch!

 

Vielleicht kommt ja irgendwann eine Vorschrift, dass jeder Imker bei der Abfüllung den HMF Wert am Honig deklarieren muss? Dann hätten wir als Verbraucher wenigstens einen Wert, an dem wir uns halten könnten.

 

Allerdings müssten die HMF Tests dann noch billiger werden, damit es für den Imker auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wielange ist Honig haltbar?

Laut dem Honigglas ist der Honig 2 Jahre haltbar. Bei richtiger Lagerung ist Honig allerdings theoretisch ewig haltbar.

 

Hier spielt wieder der HMF Gehalt (Siehe Punkte vorher) eine große Rolle. Eine Lagerung bei 21°C kann den HMF Gehalt bereits nach einem Jahr um 20 mg/kg erhöhen.

 

Bei Untersuchen wurde festgestellt, dass bei 4°C Lagertemperatur der Honig seine Eigenschaften nicht mehr verändert. Wenn der Honig jetzt noch luftdicht und trocken gelagert wird, kann er ewig Haltbar sein.

 

Frischer Honig sollte also roh genossen werden und alter Honig kann noch als Süßmittel zum Backen verwendet werden.

Gehört Honig in den Kühlschrank?

Absolut. Früher habe ich meinen Honig auch nie im Kühlschrank aufbewahrt, weil es lästig war den harten Honig anschließend auf das Brot zu schmieren.

 

Allerdings hatte ich da noch keine Ahnung vom HMF Gehalt und wie sich der Honig schon bei leichten Erwärmungen negativ verändert.

 

Die optimalen Lagerbedingungen sind trocken, dunkel und bei 4°C Umgebungstemperatur.

 

Das heißt der Kühlschrank ist der optimale Ort, um einen Honig lange haltbar zu halten und somit auch die Inhaltsstoffe lange aufrecht zu erhalten.

Ist Honig vegan?

Vegan heißt der Verzicht auf alle Lebensmittel, welche vom Tier stammen oder vom Tier produziert wurden.

 

Honig wird vom Tier produziert und ist somit nicht vegan. Inwieweit es sinnvoll für die eigene Gesundheit ist, komplette Lebensmittel Gruppen und somit Nährstoffe komplett von der Ernährung zu streichen darf jeder für sich selbst entscheiden.

 

Ich habe selbst sehr viel Erfahrung mit einer veganen Ernährung, aber das Wichtigste ist= Qualität vor Quantität.

 

Eine vegane alternative wäre der selbstgemachte Löwenzahnhonig. Dieser wird allerdings stark erhitzt.

Fazit

Wenn Sie wollen können Sie sich nochmal eine Zusammenfassung des Artikels hier im Video anschauen. 

Im Grunde genommen würde ich sagen, auch wenn ein guter Honig eine heilende Wirkung hat, sollte man ihn in Maßen genießen, denn der hohe Zuckeranteil kann genauso den Zähnen schaden und auf unseren Hüften landen. 

HonigstielSo wie immer gilt es, auf seinen Körper zu hören. Seien Sie sich bewusst, dass bei Temperaturen über 40°C wie beim Kochen oder Backen die gesundheitlichen Vorteile des Honigs fast zur Gänze zerstört werden.

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm die Qualität der Lebensmittel und somit seine Gesundheit wichtig ist. Wir Konsumenten entscheiden am Ende, welche Produkte es am Markt zu kaufen gibt, und zwar mit unserer Geldbörse.

Nachfrage bestimmt Angebot und welcher Honig gesund ist, können Sie jetzt selbst beurteilen. 

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Quellen

Stefan Stangaciu. 2004.Sanft heilen mit Bienen-Produkten. So nutzen Sie die gesunde Kraft von Honig, Propolis, Gelee Royale & Co. Karl F. Haug Verlag. Stuttgart. S.19-26

ÖKO-TEST Jahrbuch 2018. S.27-31

[Quelle] https://derstandard.at/1371170631242/Doch-nicht-aus-Asien-Ursprung-der-Ur-Honigbiene-enthuellt abgerufen am 09.04.2019

[Quelle] http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2011/06/02/wie-eine-biene-zur-konigin-wird/ abgerufen am 09.04.2019

[Online] https://de.wikipedia.org/wiki/Imkerei_im_Alten_%C3%84gypten abgerufen am 08.04.2019

[Online] https://lebensmittelinfo.net/lebensmittel/honig#nahrwerte-vitamine abgerufen am 08.04.2019

[Online] https://www.zentrum-der-gesundheit.de/honig-ia.html abgerufen am 08.04.2019

[Online] https://www.demeter-imkerei-michol.de/h%C3%A4ufige-fragen-zu-unserem-honig/bio-ist-nicht-gleich-bio/ abgerufen am 08.04.19

[Online] http://www.honigland.at/bienenprodukte/honigsorten.html abgerufen am 09.04.2019

[Quelle] https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/lebensmittel/lebensmittelgruppen/honig/bienenhonig-nicht-fuer-kleinkinder-unter-einem-jahr-74002.html abgerufen am 11.04.2019

[Quelle] http://bienenstand.at/publikationen/hydroxymethylfurfural-giftig-fuer-bienen-und-larven/ abgerufen am 11.04.2019

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