Komfortzone verlassen: Erheben Sie sich aus dem Durchschnitt!

komfortzone verlassen

Die „Komfortzone“ ist das Gebiet, in der wir uns heimisch fühlen. Hier ist alles beim Alten, wir kennen und schätzen es, alles geht seinen gewohnten Gang. Eben Routine – nur nichts Neues, nichts verändern, das könnte ja Umstände, wenn nicht sogar Probleme machen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen helfen, dass Sie es schaffen, öfters Ihre Komfortzone zu verlassen und somit aus dem Durchschnitt auszubrechen.

Die Komfortzone gibt uns Sicherheit. Im Job sind es Aufgaben, die leicht von der Hand gehen, die schon lange so erledigt werden. Im Privaten ist es ähnlich. Lieber den Abend auf der Couch verbringen, als endlich Sport zu treiben, sich gesund zu ernähren, neue Kontakte suchen oder den Urlaub und das Wochenende einmal anders zu gestalten.

Das Gegenteil der Komfortzone

Das genaue Gegenteil der Komfortzone ist die Veränderung. Und hört man mal genau in sich hinein, sagt eine leise Stimme im Hintergrund oft: „War das eigentlich schon alles?“ Gibt es nichts Neues, Interessantes zu erleben oder zu erkunden?“

Warum erheben wir uns nicht und legen los? Die meisten Menschen fürchten sich vor Veränderungen. Man könnte ja scheitern mit den Dingen, die man sich vorgenommen hat, oder sich sogar blamieren. Oft macht sich ein Gefühl von Angst und Unbehagen breit, wenn etwas Neues, Unbekanntes angepackt werden soll. Deshalb bleiben wir lieber in unserer Komfortzone, denn hier fühlen wir uns pudelwohl und sind entspannt.

weg zum erfolg

Doch wenn wir etwas im Leben erreichen wollen, brauchen wir Veränderungen, geschieht das nicht, bleibt man stehen, wo man gerade ist. Und die Zweifel an unseren Träumen, Zielen und Wünschen werden immer stärker und die Motivation lässt nach. Dafür sorgt das limbische System.

Das limbische System ist zuständig für Emotionen, Motivation, Gedächtnis, Verhalten, vegetative Steuerung oder den motorischen Antrieb (also z.B. Flucht). Die Bequemlichkeit ist ein Faktor, der uns zurückhält, aber noch mehr sind es die Ängste. Hauptsächlich diese drei spielen eine große Rolle:

  • Angst vor dem Versagen

Versagensängste sind große Hürden im Leben. Man muss sie überwinden, damit es Fortschritt überhaupt geben kann. Besonders Veränderungen in Schule, Beruf oder Studium verursachen Ängste. Man verbindet eher negatives damit als Chancen. So ist es sicherer, in der Komfortzone zu bleiben, doch viele Chancen bleiben ungenutzt.

  • Angst vor Zurückweisungen

Wer sich schon eine Position erarbeitet hat, Fähigkeit und Wissen bewiesen hat, genießt in aller Regel Respekt und Anerkennung seines Umfeldes. Also, wäre es vielleicht besser, gemütlich sitzen zu bleiben, als es zu riskieren, von anderen beurteilt zu werden, während man etwas neues versucht. Vielleicht werden Sie aus verschiedenen Gründen abgelehnt oder abgewiesen. Aus der Komfortzone heraus birgt auch immer das Risiko, dass man vor den Kopf gestoßen wird. Das ist nicht einfach, aber ein wichtiger Aspekt.

  • Angst vor Anstrengungen

Ist man erstmal in der Komfortzone angekommen, sind große Anstrengungen überflüssig, da man alle Abläufe kennt und abschätzen kann, was kommt. Dem Gehirn, dem Körper und dem „inneren Schweinehund“ ist das gerade Recht. Er ist darauf bedacht, Energie zu sparen. Doch um neue Herausforderungen anzunehmen, braucht man Kraft. Es gibt Neues zu erlernen, wieder von vorn anzufangen.

Angst vor der Vergangenheit und der Zukunft

Was gestern war, können wir nicht mehr ändern, was morgen ist, ist noch nicht jetzt, die einzige Zeit, in der wir etwas beeinflussen können, ist hier und jetzt. Dieses Prinzip gilt nicht nur für Situationen, sondern auch für Emotionen. Wir sind oft damit beschäftigt, in der Vergangenheit zu schwelgen, wegen denselben Themen, immer wieder wütend oder traurig zu werden, obwohl sie gar nicht jetzt stattfinden. Wenn ich es doch nur gemacht hätte…oder wenn das nicht passiert wäre, dann…

Es gibt ein Sprichwort, das besagt, dass traurige Menschen in der Vergangenheit leben und angstvolle in der Zukunft. Doch melancholisch an die Vergangenheit zu denken, ändert jetzt gerade nichts und vor der Zukunft Angst zu haben, bereitet uns auch nicht darauf vor, was einmal kommen könnte.

Wenn Sie vor etwas Angst haben das noch gar nicht passiert ist, dann haben Sie Angst vor etwas, dass gar nicht existiert. Das nennen wir Menschen, Wahnsinn.

„Leben Sie im hier und jetzt, vergessen Sie die Vergangenheit und machen Sie sich keine Sorgen über die Zukunft“.

Nehmen Sie Ihr Leben nicht zu wichtig

leben verstehen

Diese Einstellung hilft mir oft mein Selbstbewusstsein zu steigern und öfters aus meiner Komfortzone zu gehen. Ich blicke auf den Himmel und sehe all diese Sterne, in dem Wissen, dass jeder Stern eine Sonne ist. Das Sonnensystem mit der Erde befindet sich in der Galaxie „Milchstraße“ und diese Galaxie hat Milliarden von Sternen und Galaxien gibt es vermutlich viele Milliarden! Ich denke mir dann wie winzig klein ich doch nur bin. Ich sehe das positiv, denn es hilft mir meine Probleme nicht als so wichtig anzusehen und Entscheidungen, ob ich etwas tun soll, fallen mir anschließend leichter.

Meine Ängste, Zweifel und Sorgen über ein Vorhaben rücken dann in den Hintergrund.

Würde sich die Welt noch weiterdrehen wenn Sie einmal oder mehrmals scheitern? Die Welt dreht sich auch dann noch weiter, wenn Sie einmal nicht mehr sind, das können Sie mir glauben. Und sollte sich irgendwann aus irgendeinem Grund die Erde nicht mehr drehen, dann drehen sich irgendwo anders Milliarden andere Planeten weiter. 

Nehmen Sie sich nicht als zu wichtig und machen Sie trotzdem das Beste aus Ihrem Leben.

Das Leben ist zu kurz um durchschnittlich zu sein!

Es kam der Punkt an dem ich mir gesagt habe, dass ich aus meinem Leben das Beste machen will, zudem ich imstande bin. Das soll nicht heißen, dass ich besser als alle anderen auf dieser Welt sein will. Nein, ich will MEIN persönliches Potential voll ausschöpfen.

Ich würde es schade finden irgendwann im Sterbebett zu liegen und mir Gedanken darüber zu machen warum ich so viele Dinge nicht ausprobiert habe. Durchschnittlich, ist für mich jemand der nie aus seiner Komfortzone rausgeht, sein Leben lang den Weg mit dem geringsten Widerstand geht und nie etwas riskiert, weil er sein Leben lang Angst hat.

durchschnitt verlassen

Versuchen Sie aus Ihrer Komfortzone so oft wie möglich auszubrechen, um sich aus dem Durchschnitt zu erheben.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit die wir nicht nutzen.“  

– L.A. Seneca –

Zurückzulehnen reicht nicht

Scheinbar ist es also einfacher, sich zurückzulehnen, doch sicher keineswegs risikolos. Im Gegenteil – Wer im Stillstand verharrt, verpasst vielleicht:

  • Die Beförderung. Die Konkurrenz ist groß. Wer nicht auffällt, nur nach den alten Mustern agiert, qualifiziert sich nicht für Beförderungen. Zeigen Sie, wozu Sie fähig sind auf diversen Gebieten.
  • Suchen Sie neue Bekanntschaften, so können Sie Ihr Netzwerk erweitern und Beziehungen knüpfen, die bei der Karriere eine Rolle spielen könnten. Gehen Sie auf andere zu und überzeugen Sie von sich.
  • Persönliche Ziele. Um sein Ziel zu erreichen, sollte man bereit sein zu kämpfen. Veränderung, Fortschritt und Erneuerungen passieren nicht – sie werden gemacht.

„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.“

-Albert Einstein-

Das Leben beginnt erst am Ende einer Komfortzone

veränderung im leben

Körper und Geist brauchen neue Reize. Nur so lebt man das Leben und lässt es nicht nur passieren. Das gilt für den Beruf gleichermaßen wie für das private Umfeld. So unsicher die ersten Schritte außerhalb des gewohnten Bereichs auch sein mögen, sind sie es doch wert.

Es passiert sehr viel, wenn man Grenzen verschiebt, Routine aufgibt und Neues wagt:

  • Erhalten Sie neue Chancen
  • Machen Sie ganz neue Erfahrungen
  • Überwinden Sie die Ängste
  • Entdecken Sie die Spontanität
  • Zeigen Sie Ihre Stärke
  • Sie bemerken, was Sie alles schaffen
  • Entdecken Sie neue Seiten an Ihnen
  • Sie akzeptieren den Status Quo nicht mehr
  • Sie begreifen: Träume können Wirklichkeit werden
  • Ihr Leben wird sich auf Dauer verändern.
  • Sie steigern Ihr Selbstbewusstsein
  • Sie entwickeln sich weiter
  • Am Ende sind Sie glücklicher

Verlassen Sie die Komfortzone in minimalen Schritten. Beginnen Sie mit kleinsten Veränderungen, steigern kann man immer. Ist das Vorhaben zu groß und das Ziel scheinbar nicht zu erreichen, kommt es zwangsläufig zu Enttäuschung und Frust. Das lähmt und mindert die Motivation.

Setzen Sie sich langfristig große und kurzfristig kleine Ziele.

Komfortzone verlassen zur Gewohnheit machen

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum wir Dinge tun und warum immer wieder auf die gleiche Art und Weise?

Wir alle haben unsere Gewohnheiten. Gute und schlechte, und sie laufen unterbewusst und automatisch ab, mit dem Ziel, Energie und Ressourcen zu sparen.

komfortzone verlassen

Wenn wir den Kreis der Komfortzone öfters verlassen wollen und nicht nur einmal kurzfristig, dann müssen wir die Gewohnheiten verändern. Unsere Gewohnheiten wie das tägliche Zähneputzen, der Tee oder Kaffee am Morgen entscheiden nämlich was wir regelmäßig tun. Die Kunst ist es also neue Gewohnheiten zu programmieren. Sie können davon ausgehen, wenn Sie etwas 6 Wochen regelmäßig tun, wird es Ihnen anschließend leichter fallen, es zu tun, als es nicht zu tun.

Wenn Sie zum Beispiel Ihre Fähigkeit „frei sprechen“ verbessern wollen, könnten Sie es zu Ihrer Gewohnheiten machen, zu Hause vor dem Spiegel regelmäßig zu trainieren. Ein großartiger Redner ist deshalb ausgezeichnet im Sprechen, weil er es ständig übt und seine Angst überwunden hat.

Je öfter Sie etwas tun, umso besser werden Sie darin und umso weniger Angst haben Sie.

Bestrafen und belohnen Sie sich

Gewohnheiten ändern geht einfacher, wenn Sie sich für Ihr scheitern bestrafen und gleichzeitig auch belohnen. Viele Menschen entscheiden sich meistens entweder für das System der Bestrafung oder der Belohnung. Meine Erfahrung zeigt allerdings, dass das Beste die Kombination der zwei Systeme ist.

Ein Beispiel: Kaufen Sie sich ein Notizbuch und notieren Sie sich Ihre täglichen Ziele. Beispiel 30 Minuten einen gesunden Sport betreiben. Es kann auch jeden zweiten Tag sein. Es liegt an Ihren individuellen Zielen. Am Ende einer Woche ziehen Sie Bilanz. Wenn Sie das Ziel erreicht haben, dürfen Sie Ihrer Lieblingsbeschäftigung einmal in der Woche, zum Beispiel ein Fußballspiel anzusehen, nachgehen. Das ist die Belohnung.

Sollten Sie das Ziel nicht erreichen, müssen Sie auf das Fußballspiel verzichten und sich dafür auf Ihre Ziele konzentrieren. Das ist die Bestrafung. 

Ob es das Fußballspiel oder etwas anderes ist, das Sie gerne tun, spielt keine Rolle. Versuchen Sie es. Mir hilft dieses System enorm, meine Gewohnheiten zu ändern, oder neue zu entwickeln.

Bauen Sie Momentum auf!

momentum aufbauen

Unterbrechungen sind für „Gewohnheiten ändern“ GIFT! Sie müssen dafür sorgen, dass das Momentum aufrecht erhalten bleibt. Einen stehenden Zug ins Rollen zu bringen, dafür ist sehr viel Energie notwendig, aber ist er einmal in Bewegung, ist es sehr schwer ihn zu stoppen.

Anfangs macht es mehr Sinn, etwas jeden Tag 30 Minuten zu machen, als einmal in der Woche etwas 3,5 Stunden zu machen. Das heißt: Wichtig ist die Regelmäßigkeit und es im Unterbewusstsein zu verankern. Die Leistung, sprich die Zeit können Sie anschließend immer etwas anpassen.

Ich würde Ihnen empfehlen die Priorität in die Regelmäßigkeit zu setzen und bei der Leistung nicht zu streng mit sich selbst zu sein. Um die Motivation nicht zu verlieren, kann ich Ihnen das Hörbuch von Anthony Robbins empfehlen. Es hilft mir immer wieder aus einem Motivationsloch herauszuklettern. 

Komfortzone verlassen: Challenge

Hier nur einige Vorschläge, es gibt natürlich unendlich viele mehr:

  • Stehen Sie etwas früher auf und nutzen Sie die gewonnene Zeit zum Lesen, Meditieren oder Frühgymnastik. Entwickeln Sie Ihr eigenes Morgenritual.
  • Ändern Sie Ihren Weg zur Arbeit. Gehen Sie unterwegs nicht zum Bäcker und holen Sie sich eine Zimtschnecke, sondern nehmen Sie es von zuhause mit, z.B. Tee statt Kaffee, Vollkorn-Snack statt Brötchen. Gemüsesnack statt Schokolade.
  • Ändern Sie Ihr Outfit – neue Frisur, andere Farben bei der Kleidung
  • Wie wäre es mit einem neuen Hobby oder dem, um das Sie sich lange nicht mehr gekümmert haben? Egal, was es ist, es sollte Sie interessieren und mit etwas Glück auch den Partner. Es kann eine Sportart sein, einen kleinen Garten anlegen, Museen- oder Theaterbesuche. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
  • Gehen Sie auf fremde Menschen zu. Sprechen Sie einfach mal Unbekannte an, fragen Sie nach dem Weg, bedanken Sie sich und gehen weiter. Selbst diese kleine Übung kostet manche Mitmenschen große Überwindung. Ist es geschafft, ergibt sich ein gutes Gefühl und es stärkt das Selbstbewusstsein.
  • Trauen Sie sich mehr Verantwortung zu. Vielleicht ist hier der Vorgesetzte der richtige Ansprechpartner. Bitten Sie um Aufgaben, die sich von den bisherigen abheben. Sie können neue Erfahrungen sammeln und Ihr Chef kann sich ein Bild von Ihren Fähigkeiten machen.
  • Suchen Sie sich einen Verbündeten. Der Partner oder Freund hilft dabei, nicht wieder in den alten Trott zu verfallen und wird Ihnen den Rücken stärken. Gemeinsam lassen sich auch Ängste und Enttäuschungen besser verkraften.
Zu guter Letzt:
  • Lächeln Sie Menschen an! Menschen mit Humor haben es leichter und wirken sympathischer. Während bei anderen das innere Chaos herrscht, weil etwas schiefläuft, kann eine Person mit viel Humor über sich selbst lachen, über andere lachen, aber nicht, weil sie boshaft ist, sondern weil sie einen Witz an der ganzen Situation erkennen kann. Glauben Sie mir, mit viel Humor ist das Leben sehr viel einfacher.

Fazit:

alles beginnt im kopf

Haben Sie sich entschlossen, aus der Komfortzone herauszukommen, wählen Sie Aktivitäten aus, die ungewohnt sind, die Sie brennend interessieren und die neue Blickwinkel eröffnen. Jeder ist individuell sehr verschieden und muss am Ende seinen eigenen Weg finden. Das Prinzip bleibt aber ähnlich, und zwar das TUN.

Auch die Selbstdisziplin spielt beim Verlassen der Komfortzone eine große Rolle. Hier finden Sie einige Tipps wie Sie Ihre Selbstdisziplin verbessern können.

Anders Ericsson, renommierter Psychologe an der Florida State University sagt dazu:

„Beharrliches Ausprobieren, Scheitern und Lernen führen zur wahren Meisterschaft.“ -Anders Ericsson-

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