Industriesalz oder Natursalz? Das sollten Sie wissen!

industriesalz oder natursalz

Jeder kennt, schätzt und verwendet Salz. Doch was genau steckt dahinter? Ist es nur ein simples Küchengewürz oder eine überlebenswichtige Substanz für den Körper? Nach diesem Beitrag hoffe ich, dass Sie den Unterschied von Industriesalz und Natursalz verinnerlichen können. Mit Industriesalz wird in diesem Beitrag immer das raffinierte Salz gemeint.

Die Geschichte des Salzes

Salz hatte schon immer eine gewichtige Bedeutung in der Menschheitsgeschichte. Es wurden Kriege darum geführt und römische Legionäre wurden mit Salz entlohnt (Sold=Salz). Es war Symbol der Götter, des Guten, des Glücks, des Reichtums, der Gesundheit – eben des Lebens. 

Durch alle Sagen und Mythen von der Antike bis in die Neuzeit ziehen sich die Qualitäten des Salzes: Es besitzt die Fähigkeit zu schützen, zu reinigen und auch zu heilen.

Salz diente als Nahrungsmittel, zur Haltbarmachung von Lebensmitteln und als Mittel in der Naturheilkunde. Da es nur in einigen wenigen Regionen gefördert wurde, entstanden schon früh die sogenannten „Salzstraßen“, die die reichlichen Salzvorkommen von Bad Reichenhall, Hallstein und des Salzkammerguts mit der Nordsee, Frankreich, dem Schwarzen Meer und der Adria verbanden. Gebraucht wurde das „weiße Gold“ überall.

Dieses unraffinierte, natürliche Salz hat mit dem raffinierten Koch- und Tafelsalz, das für wenige Cents in jedem Supermarkt zu haben ist, nichts zu tun.

Herstellung von Industriesalz

Zuerst müssen wir uns mit der Herstellung beschäftigen um anschließend beurteilen zu können, ob es gut für unseren Körper ist.

Die Steinsalzgewinnung erfolgt durch den Abbau aus Salzbergwerken. Aus diesem wertvollen, ursprünglichen Rohstoff wird durch die Raffinierungsprozesse der Industrie, das isolierte Kochsalz Natriumchlorid (NaCl).

chemie labor

Dem Salz werden chemische Substanzen, wie Bleichmittel, Rieselhilfen, anorganisches Jod und meistens auch Fluorid zugesetzt. Natriumfluorid entsteht beim Auskochen von Calciumfluorid mit konzentrierter Schwefelsäure und dem Auffangen in Natriumlauge. Dieses Fluorid findet sich auch in jeder gängigen Zahnpasta.

Dr. Andreas Noack sagt dazu: “Kein Chemiker, der ein bisschen was versteht würde das künstlich erzeugte Natriumfluorid in die Zahnpasta geben. Sondern er würde das Calciumfluorid verwenden.” Calciumfluorid ist ein natürlich vorkommendes Mineral und ist nicht giftig. 

Die heutige Meinung ist, dass unser Körper zu blöd ist um zwischen künstlichen und natürlichen Elementen zu unterscheiden. Nur beim Vitamin E ist man sich mittlerweile sicher, dass das künstliche Vitamin E schädlich ist. Manchmal sind wir Menschen schon etwas naiv. 

Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean.

-Sir Isaac Newton-

Weitere bedenkliche Stoffe als Rieselhilfe sind Aluminiumsilikat und Siliziumdioxid. All diese Stoffe werden von Ernährungswissenschaftlern abgelehnt. Das zugesetzte Fluorid soll als Kariesprophylaxe dienen, da es aber auch in geringen Dosen giftig ist, kann es gesundheitliche Probleme verursachen.

Das raffinierte Industriesalz ist schädlich für uns

Das künstliche Natriumfluorid sucht sich im Körper das Calcium und versucht hier anzudocken. Das ist ein Grund warum im Körper irgendwann Krankheiten entstehen können. 

Bei langanhaltenden, höheren Dosen können Schäden an Knochen und Zähnen auftreten, es kann zu Blutarmut, Versteifung der Gelenke und Verkalkung von Bändern kommen. Eine Liste der Krankheiten, die mit dem “künstlichen” Fluorid in Verbindung gebracht werden, sehen sie hier: holisticmed.com.

Natürliche Jodquellen

Bedeutend besser wäre die Aufnahme von Jod und Fluoriden aus natürlichen Lebensmitteln, denn Zitat von Dr. Andreas Noack:

 Die Natur agiert nie mit chemisch aufbereiteten Substanzen.

natur genießen

Jodhaltige Lebensmittel sind z.B.:

  • Hirschfleisch (Wild-Tiere dürfen noch im Grünen, ohne Massentierhaltung, fressen)
  • Butter von grasfressenden Kühen
  • Nüsse, Saaten, Erdnüsse
  • Getreide wie Gerste, Weizen, Mais, Roggen, Hafer
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse wie Kohlsorten, Rettich, Spinat, Brokkoli, Pilze
  • Meeresfrüchte, Meeresalgen, Seefische
  • Eier, Milchprodukte.

Calciumhaltige Lebensmittel sind:

  • Grünkohl, Brokkoli, weiße Bohnen
  • Paranüsse
  • Milch (Ich bevorzuge die Rohmilch von grasfressenden Kühen)
  • Emmentaler Käse
  • Sojabohnen
  • Joghurt

Meersalz Gewinnung

Eine weitere Methode der Salzgewinnung ist die Verdunstung von Meerwasser, die hauptsächlich in warmen Ländern wie Spanien, Portugal, Frankreich und auch Afrika praktiziert wird. Meerwasser enthält ca. 35 g Salz pro Liter Wasser. Das Wasser wird in sogenannte Salzgärten geleitet, wo es durch Wind- und Sonneneinwirkung verdunstet. Übrig bleibt das reine Meersalz, es enthält 95% Natriumchlorid, das sind ca. 3% weniger als Steinsalz, darum schmeckt es weicher und milder. Ein keltisches Meersalz hat durch das besondere Herstellungsverfahren sogar den niedrigsten Natriumgehalt und dafür mehr andere Mineralien. 

Neben Natrium enthält es 80 weitere Mineralien wie Magnesium, Calcium und Kalium, sowie etliche wichtige Spurenelemente.

In der folgenden Tabelle sehen Sie den Unterschied zwischen einem natürlichen keltischen Meersalz und einem raffinierten Industriesalz.

Tabelle 1

Elemente

Keltisches Meersalz

Raffiniertes   Kochsalz

Gruppe 1
Natrium, Chlorid, (NaCl = Natriumchlorid)

84%

97,5%

Gruppe 2
Schwefel (Sulfur), Magnesium, Calcium & Kalium

14%

Gruppe 3
Kohlenstoff (Carbon), Brom, Silicium, Stickstoff, Ammonium, Flur, Phosphor, Iod, Bor & Lithium

1,9997%

Gruppe 4
Argon, Rubidium, Kupfer, Barium, Helium, Indium, Molybdän, Nickel, Arsen, Uran, Mangan, Vanadium, Aluminium, Kobalt, Antimon (Stibium), Silber (Argentum), Zink, Krypton, Chrom, Quecksilber (Hydrargyrum), Neon, Cadmium, Erbium, Germanium, Xenon, Scandium, Gallium, Zirconium, Blei (Plumbum), Bismut, Niob, Gold, Thulium, Thallium, Lanthan, Neodym, Thorium, Cer, Cäsium, Terbium, Ytterbium, Yttrium, Dysprosium, Selen, Lutetium, Hafnium, Gadolinium, Praseodym, Zinn (Stannum), Beryllium, Samarium, Holmium, Tantal & Europium

0,0003%

Gruppe 5
chemischen Zusätze wie Bleichmittel, Rieselhilfen, Jod

bis zu 2,5%

Tab.1: Analyse beinhaltet die Forschungsergebnisse der Universität Nantes von Prof. L.C. Kervan und aus dem Buch Ren. B Quinton, Seawater, Organic Medium, published by Library of the Medicine Academy, Paris, France.

myfoodmyfuture

Wie Sie erkennen, enthält raffiniertes Salz (Industriesalz) außer Natrium und chemische Zusätze nichts. Im Gegensatz zu einem natürlichen Salz, welches uns circa 80 Mineralien vom Periodensystem zu Verfügung stellt. Sie müssen wissen, dass auch in unserem Körper über 80 Elemente vom Periodensystem vorkommen.

Aufgrund der schlechten Bodenqualität unser Landwirtschaft verlieren unsere Lebensmittel leider stetig an Nährstoffen. Warum das so ist, erfahren Sie in meinem Beitrag „Nährstoffverluste unserer Lebensmittel“.

Ein natürliches Salz kann uns dabei helfen einen Mineralstoffmangel auszugleichen. Besonders bei denen Mineralien, welche nur in geringen Mengen in unserem Körper vorkommen.

Welches Salz ist am gesündesten?

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6 g Salz pro Tag, was aber abhängig ist von der jeweiligen Situation, bei Extremsportlern kann der Bedarf stark ansteigen. Welches Salz ist aber vom ernährungswissenschaftlichen Standpunkt aus das Beste?

Jedes natürliche, unraffinierte Salz ist in der richtigen Menge gesund. Welches man letztendliche verwenden möchte, ist eigentlich Ansichts- bzw. Geschmackssache. Vom raffinierten Industriesalz sollte man so gut es geht Abstand halten.

Salzunterschiede

Außer den hier erwähnten edlen Speisesalzen gibt es natürlich noch eine ganze Reihe genauso gute und günstigere Salze.

Aber allen gemein ist die Zusammensetzung von Mineralien und Spurenelementen, wie sie sowohl in den Meeren als auch im menschlichen Körper vorherrschen. Dieses natürliche Gleichgewicht sollte unbedingt erhalten bleiben.

salz Arbeiter

Luisenhaller Tiefensalz

Ein besonderes Salz ist z.B. das „Luisenhaller Tiefensalz“ aus Europas letzter noch fördernder Pfannensiederei. Hier liegt die Salzsole in 400 m Tiefe, sie wird aus 250 Millionen Jahre alten Meeresablagerungen gespeist. Dieses Salz ist so reich an Mineralien und Spurenelementen wie Meersalz. Allerdings ist es vollkommen frei von Umwelteinflüssen wie Schweröl, Sonnencremeresten und Plastikpartikeln. Bis in die 1970-er Jahre existierten noch etliche solcher Salinen, doch unter dem Preisdruck der Industrie gaben alle bis auf Luisenhaller auf. Der Idealismus des Eigentümers und der Trend zum guten Produkt haben beim Überleben geholfen. Beliefert werden Bioschlachter, ausgesuchte Lebensmittelmärkte, aber auch Delfinarien und Hersteller bekannter Badesalze (Kneipp)

Fleur de Sel

Die „Salzblume“ wird hauptsächlich an der französischen Atlantikküste „gepflückt“. Es entsteht nur an warmen, windstillen Tagen und sammelt sich als dünne Schicht an der Wasseroberfläche. Es kostet ca. 40 €/kg. Das Meersalz, vorallem das Fleur de Sel ist leider oft mit Mikroplastik belastet. 

Halen Mon

Dieses Salz kommt aus Wales und wird um die Insel Anglesey aus dem Atlantischen Ozean gesammelt und wird zu einem Preis von ca. 80 €/kg verkauft.

Inka-Salz

Das Inka-Salz wird auf 3000 Metern Höhe in der Nähe des Machu Picchu aus Jahrtausende alten Salzbecken gewonnen. Es ähnelt in der Struktur Fleur de Sel und wird mit 60 €/kg gehandelt.

Hawaii-Salz

Das „bunte Salz“, auch Hawaii-Salz, wird auf der mittleren Hawaii-Insel Molokai hergestellt. Man lässt gefiltertes Meerwasser mit Hilfe der Sonne verdunsten, anschließend wird das Salz geerntet und mit 80 verschiedenen Mineralien und Spurenelementen veredelt. Durch Beigabe von Materialien wie roter Tonerde, Bambusblättern oder Aktivkohle erreicht man die unterschiedliche Färbung. Außerdem entsteht dabei eines der aromareichsten Gourmet-Salze.

Steinsalz, Ursalz

Auch das Steinsalz ist eigentlich Meersalz, allerdings entstand es vor Millionen von Jahren. Es besteht zu 98% aus Natriumchlorid.

Himalaya-Salz

Dieses rötliche Salz zählt auch zu den Steinsalzen. Es stammt zum größten Teil aus einer pakistanischen Provinz und wird im Bergwerk Khewra verarbeitet. Es kommt also nicht wie viele meinen direkt vom Himalaya. Vor ein paar hundert Millionen Jahren gab es hier kristallisierte Meersalzbecken, die mit Lava bedeckt waren. Darüber legten sich Eisen- und Schneeschichten, so konnte dieses Salz für die Menschheit bewahrt werden. Die rote Färbung kommt vom Eisengehalt in diesem Salz.

Keltisches Meersalz

Dieses Meersalz wird in einem alten Verfahren in Frankreich gewonnen. Über ein Kanalsystem wird das Wasser vom Atlantik zu flachen Tonsümpfen geleitet. Durch das natürliche Zusammenspiel zwischen Salz und den besonderen Boden der Sümpfe wird der Natriumanteil auf ca. 90 Prozent reduziert. Der ganze Vorgang dauert ungefähr zwei Wochen, wobei durch die Sonne das Salzwasser verdampft und nur noch die Salzkristalle übrig bleiben. Dieses Salz ist besonders stark mit Mineralstoffen und Spurenelementen versehen. 

Vorteile Natursalz gegenüber Industriesalz

Der Verzehr eines gesunden Salzes hilft dem Körper die Mineralstoffspeicher zu füllen und in folge dessen

  • die Gefäßgesundheit zu erhalten und den Blutdruck zu senken
  • die Blutzirkulation zu verbessern
  • Muskelkrämpfe zu verhindern
  • den Schlaf zu verbessern
  • eine gesunde Ph-Balance zu fördern
  • durch das enthaltene natürliche Jod die Schilddrüsenfunktion zu erhalten.

Fazit:

alles beginnt im kopf

Salz gibt es in allen Farben und Formen und auch was die Preise angeht, schwankt es sehr stark. Das Wichtigste ist einfach, dass es nicht raffiniert wurde und keine chemische Zusätze verwendet wurden. Viele Wissenschaftler behaupten, dass die wenigen Mineralien, die sich zusätzlich in einem Natursalz befinden, nicht ausschlaggebend sind. Leider werden oft die Mineralien, welche nur in sehr kleinen Mengen in unserem Körper vorkommen, als nicht wichtig angesehen.

Das ist sehr naiv, denn allein das Mineral Lithium kann in sehr kleinen Mengen sogar Depressionen vorbeugen, wie eine österreichische Universität nachgewiesen hat.

Natürlich sollte man es wie bei allen Dingen nicht übertreiben, aber wenn man das übliche raffinierte Industriesalz in der Küche, in ein natürliches Salz austauscht, hat man schon sehr viel für seine Gesundheit getan.

Mit Recht kann also behauptet werden, dass ein natürliches Salz für alle Lebenslagen nicht hoch genug einzuschätzen ist. Wir sollten es behandeln, wie es ihm gebührt, als „weißes Gold“!

Was halten Sie von Salz, oder haben Sie noch Fragen? Hinterlassen Sie mir ein Kommentar. Um mehr Menschen zu erreichen, teilen Sie doch den Artikel, denn teilen macht Freude. 

Quellen:

Abgerufen am 07.03.2019

  • https://www.salz-kontor.de/zusammensetzung-meersalz.php
  • https://www.lykon.de/magazin/ernaehrung/lebensmittel/calcium-haltig
  • https://www.foodwatch.org/de/informieren/frage-des-monats/was-ist-so-besonders-an-fleur-de-sel-und-himalaya-salz-lohnt-sich-der-hohe-preis/
  • https://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/forschung/45036_Lithium-senkt-Selbstmordrate.html
  • http://blog.vfg.com/welche-salze-gibt-es-und-welches-ist-am-gesuendesten.html
  • https://www.worldsoffood.de/gesundes-und-bio/item/1563-welche-salz-sorten-gibt-es.html
  • Dr. Andreas Noack Video https://www.youtube.com/watch?v=S4ndvKcFHcw
  • http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fleur-de-sel-forscher-entdecken-mikroplastik-in-speisesalz-a-1188738.html
  • https://www.ganznaturlich.de/shop/supplemente/keltisches-meersalz-unraffiniert/
  • https://www.naturundheilen.de/service/beratungsservice/artikel/rieselhilfe-im-speisesalz/

myfoodmyfuture

Teilen macht Freude

Share on facebook
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print

Schreibe einen Kommentar

Ich versuche dein Kommentar ehestmöglich zu beantworten und freizugeben. 

Hi, ich bin Tom.
Ich helfe dir gesunde Ernährung wirklich zu verstehen und erfolgreich umzusetzen, sodass du auch mit 80 Jahren noch fit bist.
diplomierter ernährungsberater
Angermann Thomas
Diplomierter Ernährungstrainer & Autor
Beliebte Bücher

"Wir Menschen haben zwei Leben. Eines bevor und eines nachdem uns bewusst wurde, dass wir nur ein Leben haben."

-Tom Hiddleston-
Hi, ich bin Tom.
Ich helfe dir gesunde Ernährung wirklich zu verstehen und erfolgreich umzusetzen, sodass du auch mit 80 Jahren noch fit bist.
diplomierter ernährungsberater
Angermann Thomas
Diplomierter Ernährungstrainer & Autor
Hier weiterlesen:

Die beste Diät hat keinen Namen!